15 Abu-Sayyaf-Rebellen bei Gefechten getötet

Bei Gefechten mit dem Militär auf der philippinischen Insel Basilan sind 15 Rebellen der Moslemgruppe Abu Sayyaf getötet worden. Nach Behördenangaben wurden bei den Kämpfen 14 Soldaten und zehn Dorfbewohner verletzt. Nach Militärangaben flohen zahlreiche Dorfbewohner wegen der Kämpfe, die sich vom Küstenort Balatayan rasch auf die nahe gelegene Stadt Lantawan ausbreiteten. Die Gefechte hätten begonnen, als rund 100 Rebellen eine Militärpatrouille angegriffen hätten.

Die Abu Sayyaf ist die kleinste, aber gewalttätigste Rebellengruppe im Süden der Philippinen und hat derzeit noch immer ein Ende Mai verschlepptes US-amerikanisches Missionarsehepaar sowie 16 Einheimische in ihrer Gewalt.

Mutmaßliche Überreste von US-Geisel entdeckt

Am Freitag hatten Soldaten skelettierte Leichenteile gefunden. Bei dem Toten soll es sich um einen entführten kalifornischen Touristen handeln, den die Abu Sayyaf nach eigenen Angaben am 12. Juni geköpft hatten. Letzte Sicherheit soll ein DNA-Gentest bringen, dessen Ergebnis nach Angaben eines Regierungsvertreters frühestens in einer Wochen vorliegen dürfte.

Die Abu Sayyaf hatte im vergangenen Jahr durch die Entführung zahlreicher Touristen – darunter die Göttinger Familie Wallert – internationale Aufmerksamkeit erlangt und Lösegelder in Millionenhöhe erpresst. Die Organisation gibt vor, im Süden der Philippinen einen islamischen Staat schaffen zu wollen.

Original, Google Cache, archive.org

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