Hunderte Tonnen Sprengstoff verschwunden

Aus einer unbewachten, ehemaligen irakischen Militäreinrichtung sind fast 400 Tonnen Sprengstoff verschwunden. Die Internationale Atomenergiebehörde, IAEO, bestätigte Angaben des irakischen Wissenschaftsministeriums, wonach das hochexplosive Material vermisst wird. Der Sprengstoff könne sowohl für herkömmliche als auch für Atomwaffen genutzt werden, teilte die IAEO mit. Die Organisation ist deshalb besorgt, dass das Material „in die falschen Hände“ geraten könne.

Noch heute will IAEO-Chef Mohamed ElBaradei den Weltsicherheitsrat über den Vorfall informieren. Der Bericht des Bagdader Wissenschaftsministeriums sei bereits am 10. Oktober bei der IAEO eingegangen, allerdings habe die UN-Behörde ihn erst prüfen wollen, sagte Sprecherin Melissa Fleming.

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Die IAEO bestätigte damit einen Bericht der US-Tageszeitung „New York Times“, wonach die irakische Regierung sich wegen des verschwundenen Sprengstoffes beunruhigt an die IAEO gewandt hatte. Laut dem Bericht der „New York Times“ war angenommen worden, dass das irakische Waffenlager Al Kaaka – eine „enorme Anlage“ – von der US-Armee bewacht werde. Stattdessen liege das Gelände brach, noch am Sonntag seien dort Plünderer am Werk gewesen. US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice sei bereits im September über den Vorfall informiert worden, schrieb die Zeitung weiter.

Autobombe in irakischer Hauptstadt

Auch heute wurden bei einer Explosion einer Autobombe im Zentrum von Bagdad mindestens drei Iraker getötet. Sechs Iraker und zwei US-Soldaten erlitten Verletzungen. Wie das US-Militär mitteilte, richtete sich der Anschlag gegen einen Konvoi der Amerikaner.

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