Brücke von Mostar ist Weltkulturerbe

Die Unesco hat ihre Weltkulturerbeliste um 17 neue Stätten ergänzt. Damit umfasse die Schutzliste nun 812 Eintragungen aus 137 Staaten, teilte die UN-Kulturorganisation mit, die seit einer Woche im südafrikanischen Durban tagt. Neu aufgenommen wurden unter anderem die Umgebung der Altstadtbrücke von Mostar in Bosnien-Herzegowina, der Hafen der französischen Küstenstadt Le Havre und die Ruinen von drei biblischen Siedlungen in Israel. Auch die historische chinesische Hafenstadt Macao, die Kolonialstadt Cienfuegos auf Kuba und die iranische Stadt Soltanije mit einem Mausoleum aus dem 14. Jahrhundert stehen nun auf der Liste.

Mostar-Brücke: „Symbol der Versöhnung“

Die alte Steinbrücke Stari Most, die dem bosnischen Dorf Mostar seinen Namen gab, wurde im osmanischen Reich erbaut. Sie überstand Jahrhunderte mit Konflikten, bevor sie im Bosnienkrieg 1993 zerstört wurde. Mit Hilfe der Uno wurde die Brücke inzwischen wieder aufgebaut. „Sie ist zu einem Symbol der Versöhnung und internationalen Zusammenarbeit geworden und zum Symbol für das Zusammenleben von verschiedenen religiösen, kulturellen und ethnischen Gemeinden“, begründet die Unesco ihre Entscheidung.

Von mehr als 200 prähistorischen Siedlungshügeln, die in Israel noch zu bestaunen sind, wurden drei ausgewählt: Megiddo, Hasor und Beerscheba. Dort gibt es noch Überreste von Städten aus biblischer Zeit. Alle drei Orte liegen in der Negev-Wüste.

Heidelberg muss warten

Während ihrer Jahrestagung in Durban prüfte die Unesco insgesamt 42 Anträge auf Aufnahme in die Liste und entschied außerdem über einen erweiterten Schutz für sechs bereits eingetragene Orte. Dabei wurden auch 550 Kilometer des früheren römischen Grenzwalls Limes zwischen Rhein und Donau in Deutschland aufgenommen. Heidelberg, das als Sinnbild der deutschen Romantik gilt, muss seinen Antrag auf Aufnahme von Schloss und Altstadt bis zur nächsten Sitzung des Unesco-Gremiums im Sommer 2006 nachbessern. Deutschland ist jetzt mit 31 Stätten in der Welterbeliste vertreten.

Original, Google Cache, archive.org

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