Mindestens 15 Tote nach Dammbruch in China

Von Kerstin Lohse, ARD-Hörfunkstudio Schanghai

Nach dem Einsturz einer Talsperre im Südwesten Chinas sind mindestens 15 Menschen ertrunken, darunter acht Kinder. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, ergoss sich das Wasser aus einem Stausee in der Provinz Yunnan über drei Dörfer im Kreis Yiliang.

Das Unglück ereignete sich in den frühen Morgenstunden, das Wasser überraschte viele Menschen im Schlaf. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur wurden insgesamt 23 Menschen verletzt, eine Person gilt noch als vermisst. 15 Häuser seien von der Flutwelle zerstört und große Flächen Ackerland überflutet worden, bestätigte ein Behördensprecher der ARD. Rund 500 Menschen seien an der Rettungsaktion beteiligt, hieß es weiter.

Fast 1000 Tote und Vermisste seit Beginn der Regenzeit

Ursache für den Dammbruch waren heftige Regenfälle während der letzten Tage. Offiziellen Angaben zufolge sind landesweit mindestens 792 Menschen bei den Überschwemmungen der vergangenen Wochen ums Leben gekommen. Knapp 200 Personen gelten seit Beginn der Regenzeit Anfang Juni als vermisst.

Erst in den vergangenen Tagen hatte der Taifun Haitang in Taiwan und an der chinesischen Ostküste zahlreiche Menschenleben gefordert und großen Sachschaden angerichtet. In den Provinzen Fujian und Zhejiang mussten eine Million Menschen vorübergehend ihre Häuser verlassen, um sich vor dem Taifun in Sicherheit zu bringen.

Jahr für Jahr kommen in China während der Sommermonate einige Hundert Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben.

Original, Google Cache, archive.org

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