Islamische Staaten wollen Terrorismus bekämpfen

Die Führer von mehr als 50 muslimischen Staaten haben sich auf einem Anti-Terror-Gipfel in Mekka zum Kampf gegen extremistische Ideologien bekannt. Könige, Staatsoberhäupter und Minister versprachen in der Abschlusserklärung der zweitägigen Konferenz, extremistische Passagen aus Schulbüchern zu tilgen, die Terrorfinanzierung trocken zu legen und gegen menschenverachtende religiöse Erlasse (Fatwas) vorzugehen.

„Die Nation des Islams ist in einer Krise. Die Krise betrifft Gegenwart und Zukunft; die Zukunft der gesamten Menschheit“, heißt es in dem als „Erklärung von Mekka“ bezeichneten Abschlussdokument der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC). „Wir müssen entschlossen gegen abweichende Ideologien vorgehen, die den Terror rechtfertigen. Wir sind entschlossen, den Terrorismus in all seinen Formen zu bekämpfen.“ Der Islam sei die Religion der Vielfalt und Toleranz.

Entschließungen „unumkehrbar“

Der saudi-arabische Außenminister Prinz Saud al Faisal nannte die Entschließungen „unumkehrbar“ und betonte, die Unterzeichnerstaaten müssten diese nun umsetzen. „Nun ist es Aufgabe jeder muslimischen Regierung, die Maßnahmen, so Gott will, anzuwenden.“ König Abdullah II. rief zu einer religiösen Mäßigung auf: „Die Einheit des Islams kann nicht durch Blutvergießen hergestellt werden, wie es Abweichler in ihren dunklen Ideen verbreiten.“

Die Konferenz in der heiligsten Stadt der Moslems war am Vortag von Saudi-Arabiens König Abdullah eröffnet worden. Dieser hatte zum Auftakt dazu aufgerufen, die islamische Einheit nicht durch Blutvergießen zu erreichen, sondern nur durch „Toleranz und Mäßigung“ umzusetzen. Erklärtes Ziel des Gipfels in Mekka war es, das Ansehen des Islam in der Welt zu verbessern.

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