Norwegen führt Frauenquote in Aufsichtsräten ein

Die norwegische Regierung hat endgültig die zwangsweise Einführung einer Quote von mindestens 40 Prozent Frauen in Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften ab 1. Januar 2006 beschlossen. Das Gesetz, von dem mehrere Großkonzerne wegen aktienrechtlicher Besonderheiten ausgenommen sind, lässt den betroffenen Unternehmen zwei Jahre Zeit bis zur Erfüllung der Quote. Liegt der Frauenanteil danach immer noch unter 40 Prozent, können die jeweiligen Aufsichtsräte von den Behörden aufgelöst werden.

Im Sommer war die Quote nur von 58 der 519 betroffenen Unternehmen Norwegens erreicht. Insgesamt betrug der Frauenanteil dabei 16 Prozent. Die zum Jahreswechsel in Kraft tretende Regelung galt bereits seit längerem als beschlossene Sache. Das Datum des Inkrafttretens wurde aber wegen Streits über Sanktionsmöglichkeiten mehrfach hinausgezögert.

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