Bush: Etwa 30.000 Iraker seit dem Einmarsch getötet

Drei Tage vor der Parlamentswahl im Irak hat US-Präsident George W. Bush in einer Rede in Philadelphia seine Entscheidung zum Sturz Saddam Husseins verteidigt. Der Ex-Präsident sei eine Bedrohung gewesen und man habe geglaubt, dass er über Massenvernichtungswaffen verfüge. Auch mit dem heutigen Wissen würde er wieder die gleiche Entscheidung treffen, versicherte Bush.

Auf die Frage nach der Zahl der getöteten Iraker antwortete der US-Präsident, beim Einmarsch und der anhaltenden Gewalt seien etwa 30.000 Iraker ums Leben gekommen. Sein Berater Dan Bartlett stellte später klar, dass es sich nicht um eine offizielle Statistik der Regierung handele, sondern dass Bush eine in den Medien veröffentlichte Schätzung wiedergegeben habe.

„Wendepunkt in der Geschichte des Iraks“

Bush erklärte, dank des Mutes des irakischen Volkes werde das ablaufende Jahr später als Wendepunkt in der Geschichte des Iraks und der Freiheit gesehen werden. Kein Land habe den Übergang zu einer Demokratie ohne „Herausforderungen, Rückschläge und Fehlstarts“ bewältigt. Die Entwicklung des Iraks sei bemerkenswert, weil das Land keinerlei Erfahrung mit Demokratie gehabt habe und eine der übelsten Herrschaften eines Tyrannen habe überwinden müssen, die die Welt je gesehen habe. Auch nach den irakischen Parlamentswahlen in dieser Woche werde die Gewalt nicht enden. Man müsse aber Geduld haben.

Der Präsident kündigte zudem an, die USA würden den Terror im Irak bis zum Ende bekämpfen. „Wir werden nichts anderes akzeptieren als den kompletten Sieg.“ Bislang, so Bush, seien 2140 US-Soldaten im Irak getötet worden. Zu Berichten über neue Fälle von Gefangenenmisshandlungen in irakischen Gefängnissen sagte Bush, dies sei nicht hinnehmbar. Die USA unterstützten die eingeleiteten Untersuchungen dazu.

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