Hitzerekord und Hagelschauer

Rekordbesuche in den Freibädern, lange Schlangen vor den Eisdielen: Mit 35,5 Grad war der Mittwoch der bisher heißeste Tag des Jahres in Deutschland. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia wurde die Höchstmarke im südhessischen Bensheim gemessen. Der heißeste Julitag überhaupt war der 27. Juli 1983 mit 40,2 Grad im bayerischen Germersdorf.

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Selbst im sonst eher kühlen Hamburg wurden 34,2 Grad ermittelt – heißer war es in der Hansestadt bisher nur am 4. Juli 1946 mit 35,1 Grad. Das Hamburger Wasserwerk registrierte mit 407.000 Kubikmetern den Jahreshöchstwert.Die Ozonwerte erreichten zum Teil gesundheitsgefährdende Werte: In Hessen wurden an vier Messstationen Konzentrationen über dem Warnwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Als Grenzwert gelten 120 Mikrogramm.

Weiße Hagel-Schicht bedeckt den Boden

Im Westen Deutschlands entlud sich die Hitze schließlich in heftigen Gewittern. In Dortmund wurden Keller durch Regenwasser überflutet, Straßen standen unter Wasser, weil die Kanalisation das Wasser nicht mehr aufnehmen konnte. Für kurze Zeit sorgte starker Hagel für eine weiße Schicht auf dem Boden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Temperatur sei von mehr als 30 Grad auf etwa 25 Grad gefallen.

Bootsfahrer in Bayern vom Blitz getroffen

In Oberbayern wurde ein Bootsfahrer auf dem Ammersee von einem Blitz lebensgefährlich verletzt. Der 52-jährige Amerikaner stürzte bewusstlos ins Wasser, konnte aber von seiner Mitfahrerin und anderen Badegästen ans Ufer gebracht werden. Helfer der Wasserwacht konnten ihn wiederbeleben, bis ein Rettungshubschrauber ihn in ein Krankenhaus flog.

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