Ramos-Orta soll Osttimor befrieden

Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta ist neuer Ministerpräsident Osttimors. Das gab Staatspräsident Xanana Gusmao auf einer Pressekonferenz nach Gesprächen mit der Fretilin-Partei des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Mari Alkatiri in der Hauptstadt Dili mit. Ramos-Horta solle die politische Stabilität im Land wiederherstellen, sagte Gusmao.

Der in der Bevölkerung beliebte Ramos-Horta koordinierte seit dem Rücktritt des umstrittenen Ministerpräsidenten Mari Alkatiri am 26. Juni die tägliche Arbeit der Regierung. Er war zuvor vom seinem Amt als Außenminister zurückgetreten, um Alkatiri zum Ausscheiden zu zwingen.

Ramos-Horta war im Dezember1996 zusammen mit seinem Landsmann Bischof Carlos Filipe Ximenes Belo der Friedensnobelpreis verliehen worden. Nach der Besetzung Osttimos durch Indonesien im Jahre 1975 wurde er zum international bekanntesten Fürsprecher für die Freiheit Osttimors.

21 Tote bei Unruhen im Mai

Bei Unruhen in dem kleinen Land waren im Mai mindestens 21 Menschen getötet worden. Auslöser war die im März von Alkatiri angeordnete Entlassung von rund 600 der insgesamt 1400 Regierungssoldaten. Rund 2200 ausländische Soldaten wurden zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung in das kleine Land entsandt.

Annan: Experten sollen Gewalt in Osttimor untersuchen

UN-Generalsekretär Kofi Annan ernannte im Juni drei unabhängige Experten zur Untersuchung der Gewalt in Osttimor. Die Kommission soll in diesem Monat ihre Arbeit aufnehmen und dafür sorgen, dass die für Verbrechen und schwere Menschenrechtsverletzungen Verantwortlichen zur Verantowrtung gezogen werden.

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