RWE dementiert Berichte über Strompreiserhöhung

Der größte deutsche Stromkonzern RWE hat Berichte über eine elfprozentige Strompreiserhöhung zum Jahreswechsel zurückgewiesen. „Das ist pure Spekulation“, sagte Wolfgang Schley, Sprecher der Vertriebs- und Netzgesellschaft RWE Energy in Dortmund.

Die Entwicklung der Strompreise hänge mit einer Vielzahl von Faktoren zusammen und sei noch nicht absehbar: Neben der Mehrwertsteuererhöhung müssten auch die Kosten für Strombeschaffung sowie die Höhe der Netzentgelte berücksichtigt werden. Letztere würden derzeit noch von der Bundesnetzagentur geprüft.

Bisher kein Antrag für Preiserhöhungen eingegangen

Der Sprecher der Bundesnetzagentur in Bonn, Rudolf Boll, sagte, nachdem das Oberlandesgericht Düsseldorf die Kürzung der Entgelte bei Vattenfall bestätigt habe, werde über die Genehmigungen der anderen großen Netzbetreiber bis Montag entschieden. Die Netzgebühren machen nach seinen Angaben etwa ein Drittel des Strompreises aus. Eine Strompreiserhöhung müsste bis 1. Oktober beim zuständigen NRW-Wirtschaftsministerium beantragt werden. Bislang sei aber kein Antrag eingegangen, betonte Ministeriumssprecher Joachim Neuser.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte berichtet, RWE plane zum Jahreswechsel erneut kräftige Preiserhöhungen. Viele Kunden des größten deutschen Stromkonzerns müssten sich darauf einstellen, dass sich ihr Strom einschließlich der künftig höheren Mehrwertsteuer um insgesamt elf Prozent verteuert. Große regionale RWE-Versorger wollten entsprechende Anträge stellen, so das Blatt. Mögliche Preiserhöhungen von RWE würden als Orientierungsmaßstab für die etwa 800 regionalen Versorger in Deutschland gelten.

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