Libanons Regierung: Israel setzt Phosphor ein

Der libanesische Präsident Emile Lahoud hat das israelische Militär beschuldigt, bei seiner Offensive im Libanon auch Phosphorbomben zu benutzen. Es sei fraglich, ob der Einsatz solcher Bomben gegen Zivilisten und Kinder nach der Genfer Konvention erlaubt sei, fügte Lahoud im Gespräch mit dem französischen Radiosender RFI hinzu.

Die israelische Armee wies die Anschuldigung zurück. Mit den im Libanon eingesetzten Waffen verletzte das Militär keinerlei internationale Normen, sagte eine Sprecherin.

Arzt: Hinweise auf Phosphor-Verletzungen

Das Staatsoberhaupt gab keine näheren Erläuterungen zu dem Vorwurf ab. Auch ein libanesischer Krankenhausarzt in Tyrus hatte erklärt, Verwundungen von Patienten deuteten darauf hin, dass Israel Brandbomben mit Phosphor eingesetzt habe. Mehrere deutsche Zeitungen und Online-Portale berichteten über die Beobachtungend es Arztes.

Die Direktorin des deutschen „Human-Right-Watch“-Büros, Marianne Heuwagen, sagte zu diesen Medienberichten, dafür lägen „Human Rights Watch“ keine Beweise vor: „Wir gehen dem aber nach.“

Original, Google Cache, archive.org

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter tagesschau.de abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.