“Fadschr-5“-Rakete auf Israel gefeuert

Die radikal-islamische Hisbollah-Organisation hat erstmals Raketen mit größerem Sprengkopf auf Israel abgefeuert. Die Waffen vom Typ „Fadschr-5“ seien bei Afula etwa 50 Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt eingeschlagen, teilte die Polizei mit. Verletzte gab es nicht. Die Raketen hätten je 100 Kilogramm Sprengstoff getragen. Nach israelischen Angaben war es das erste Mal, dass eine Hisbollah-Rakete so weit südlich einschlug. „Fadschr-5“-Raketen werden von Iran hergestellt. Sie gelangen über Syrien in die Hände der Hisbollah

Die Hisbollah hatte zuvor den Einsatz einer neuen, weit reichenden Rakete angekündigt: Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah sagte am Mittwoch, dass künftig in Israel auch Gebiete südlich der Hafenstadt Haifa beschossen würden. Israel fürchtet nun auch Raketenangriffe auf Tel Aviv.

Israel verstärkt Angriffe auf Libanon

Auch Israel verstärkte mit mehr als 180 Einsätzen innerhalb von 24 Stunden noch einmal seine Angriffe auf die Hisbollah im Libanon. Nach Angaben eines israelischen Militärsprechers wurden unter anderem Hisbollah-Stützpunkte in der östlichen Bekaa-Ebene beschossen. Ziel waren außerdem 57 Gebäude oder Anlagen, die nach israelischen Angaben von der Hisbollah genutzt werden. Nach Angaben der libanesischen Polizei kamen bei den Luftangriffen mindestens zehn Zivilisten ums Leben.

Die Gefechte um die seit Tagen umkämpfte südlibanesische Hisbollah-Hochburg Bint Dschbeil, wo am Mittwoch neun israelische Soldaten ums Leben gekommen waren, gingen weiter. Dabei wurden fünf Hisbollah-Kämpfer getötet, meldete das israelische Armeeradio. Die Hisbollah erklärte, die israelischen Soldaten hätten sich aus dem Ort zurückgezogen.

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