Opernsängerin Astrid Varnay verstorben

Die schwedisch-amerikanische Opernsängerin Astrid Varnay ist am Montag im Alter von 88 Jahren gestorben. Sie erlag in einer Münchner Klinik einer Herzkrankheit, wie ihr langjähriger Freund Donald Arthur sagte. Der Sängerin mit dem dunklen Timbre war 1941 mit der Rolle als Sieglinde in Wagners „Walküre“ der Sprung an die Metropolitan Opera in New York gelungen, und schon bald wurde sie zu den bedeutendsten Wagner-Sopranistinnen ihrer Zeit gezählt.

Bayern als Wahlheimat

Von 1951 bis 1968 beeindruckte Varnay immer wieder als Brünnhilde und Isolde bei den Bayreuther Festspielen. Die Partie der Ortrud in „Lohengrin“ sang sie über 100 Mal, als Walküre stand sie knapp 140 Mal auf der Bühne. Im Herbst 1952 wurde sie Mitglied der Bayerischen Staatsoper und nahm dann in München ihren Wohnsitz. 1967 erhielt sie den Bayerischen Verdienstorden, 1968 den Ehrenring der Stadt Bayreuth. Noch bis vor wenigen Jahren stand Varnay auf der Bühne. Darüber hinaus blieb sie dem Nachwuchs als Musikpädagogin verpflichtet. An der Herzerkrankung habe sie schon länger gelitten, sagte Arthur. Sie war verwitwet.

Wagner-Interpretin Bjoner ebenfalls verstorben

Die norwegische Opernsängerin Ingrid Bjoner starb nach Angaben der Osloer Nationaloper vom Dienstag ebenfalls am Montag. Sie wurde 78 Jahre alt. Die international vor allem als erstklassige Wagner- und Strauss-Sängerin trat von Ende der 50er bis Ende der 80er Jahre vor allem an der Münchner Staatsoper und in Wien immer wieder mit großem Erfolg auf. 1961 wurde sie an die Metropolitan Oper New York verpflichtet und sang hier als Erstes die Elsa im „Lohengrin“. Als Gast trat Bjoner in den Jahren 1959 bis 1986 immer wieder an der Wiener Staatsoper auf. Mitte der 80er begann sie unter anderem in Oslo mit der Regiearbeit. In den 90er Jahren lehrte Bjoner an der Osloer Musikhochschule.

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