China will verstärkt gegen Raubkopierer vorgehen

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat bei einem Wirtschaftskongress in Hamburg weitere Anstrengungen bei der Bekämpfung der Produktpiraterie in seinem Land angekündigt. „Wir sehen das als ein strategisches Thema an, das wir sehr ernst nehmen“, sagte Wen bei der Konferenz „China trifft Europa“. Seine Regierung plane weitere Maßnahmen zum Schutz geistigen Eigentums. Urheberrechte zu schützen sei einerseits eine internationale Verpflichtung für China, andererseits aber auch notwendig, um Chinas eigene Entwicklung voranzubringen

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos forderte die Volksrepublik zu einer weiteren Öffnung des Marktes für deutsche Unternehmen auf. Seit dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation sei Chinas Markt zwar schon sehr viel offener geworden, so Glos in einem Grußwort für den Kongress. Die Marktöffnung sei aber noch nicht vollendet und müsse konsequent fortgesetzt werden. Dabei müssten chinesische und ausländische Firmen gleich behandelt werden.

Treffen mit Merkel und Köhler

Am zweiten Tag seines Deutschlandbesuchs wird Wen Jiabao Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Es ist das zweite Treffen der beiden Regierungschefs nach dem Antrittsbesuch Merkels in Peking im Mai. Dabei hatte die Kanzlerin die deutsche Kritik an der chinesischen Menschenrechtspolitik ebenso zur Sprache gebracht wie den Wunsch nach Kontinuität der guten Beziehungen zwischen beiden Ländern. Vor dem Treffen mit Merkel im Kanzleramt wird Wen im Schloss Bellevue von Bundespräsident Horst Köhler empfangen.

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