Indien und Pakistan wieder gesprächsbereit

Pakistan und Indien wollen wieder Verhandlungen auf Ministerebene führen. Das vereinbarten der indische Ministerpräsident Manmohan Singh und Pakistans Präsident Pervez Musharraf. Beide Seiten stimmten darin überein, dass der Friedensprozess fortgesetzt werden müsse. Musharraf sprach von einer „historischen Gelegenheit“, die von den Regierungen beider Länder genutzt werden müsse. Die Außenminister beider Länder sollten ihre Gespräche wieder aufnehmen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Singh und Musharraf hatten zuvor rund eine Stunde miteinander gesprochen. Dabei ging es den Angaben zufolge vor allem um den Kaschmir-Konflikt. Die Gespräche über Jammu und Kaschmir seien „nützlich“ gewesen, hieß es danach. Jammu und Kashmir ist ein indischer Bundesstaat und Teil der zwischen Indien und Pakistan umstrittenen Kaschmir-Region. Die 2004 begonnenen Gespräche waren im Juli nach einem Anschlag auf Züge in Bombay abgebrochen worden. Indien hatte für den Angriff mit 186 Toten eine Gruppe mit Sitz in Pakistan verantwortlich gemacht.

Seit Jahrzehnten besteht zwischen den Nachbarstaaten ein Konflikt um diese Region. Seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1947 haben die beiden Staaten drei Mal Krieg gegeneinander geführt.

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