Giftmüll soll in Frankreich entsorgt werden

Der Giftmüll, an dem in Elfenbeinküste zehntausende Menschen erkrankt sind, soll zur Entsorgung nach Frankreich gebracht werden. Der Transport werde Mitte Oktober per Schiff auf den Weg zu einer Spezialanlage geschickt, sagte ein Vertreter der französischen Botschaft in Abidjan. Drei der 13 Abladestellen seien inzwischen gereinigt worden.

Die Chemie-Abfälle waren von einer niederländischen Firma in die dicht besiedelte Wirtschaftsmetropole gebracht und dort an mehren Stellen offen gelagert worden. Laut einem Sprecher des ivorischen Gesundheitsministeriums sind mittlerweile acht Menschen an den Folgen der Vergiftung gestorben.

Tanker in Estland festgesetzt

Der in Panama registierte Tanker „Probo Koala“, der den Chemiemüll nach Elfenbeinküste gebracht hatte, wurde inzwischen von der Umweltschutzgruppe Greenpeace im estnischen Hafen Paldiski festgesetzt. Die ivorische Kommission zur Untersuchung des Skandals forderte Estlands Behörden auf, den Tanker festzuhalten. Das Schiff und seine Besatzung müssten der Untersuchung zur Verfügung stehen.

Mehr als 80.000 Ivorer begaben sich inzwischen in ärztliche Behandlung. Viele klagen über Übelkeit, Atembeschwerden, Nasenbluten und Kopfschmerzen. Nach Ansicht von Experten enthielt der Müll giftigen, übel riechenden Schwefelwasserstoff. In Folge des Skandals war die Übergangsregierung des Landes zurückgetreten.

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