Mehrere Tote bei Schießerei an US-Schule

Erneut ist es in einer Schule in den USA zu einer Schießerei gekommen. Nach Polizeiangaben wurden mindestens vier Menschen an der Schule der Amish-Religionsgemeinschaft im US-Bundesstaat Pennsylvania getötet, darunter auch der Schütze. Zahlreiche Schüler wurden verletzt, drei Mädchen befinden sich nach Krankenhausangaben in „kritischer Verfassung“.

Motive des Täters noch unklar

Laut Polizei hatte der Schütze zunächst versucht, Geiseln zu nehmen. Weiteren Berichten zufolge war der Täter, der nach dem Blutbad Selbstmord begangen habe, möglicherweise ein in der Gemeinde bekannter Mann. Er sei während des Unterrichts mit einer Waffe in die nur aus einem einzigen Klassenzimmer bestehende Schule gekommen und habe alle männlichen Schüler zum Verlassen des Raumes aufgefordert. In der Schule in Nickel Mines werden laut dem Polizeisprecher 20 bis 30 Kinder im Alter bis 14 Jahren unterrichtet.

Die friedliebende Amish-Gemeinde reagierte geschockt auf die Bluttat. Das Dorf galt als weitgehend frei von Kriminalität, die 30.000 Mitglieder umfassenden Gemeinschaft kam nach Angaben der Bevölkerung bislang ohne Polizisten aus.

In den USA leben 180.000 Mitglieder der christlichen Religionsgemeinschaft Amish, davon 50.000 in Pennsylvania. Die Nachfahren deutsch-schweizerischer Einwanderer leben nach streng traditionellen Regeln. Sie lehnen die Benutzung fast aller moderner Technik ab und benutzen weder Elektrizität noch Telefone, fahren keine Autos und sind nicht an das Abwassersystem angeschlossen. Die Amish tragen altmodisch anmutende Trachten und sprechen als Muttersprache einen pfälzischen Dialekt.

Dritte Schießerei an US-Schulen binnen einer Woche

Erst vergangene Woche hatte ein Obdachloser in einer Schule im US-Bundesstaat Colorado eine Schülerin erschossen und sich dann das Leben genommen. Am Freitag hatte ein Schüler in Wisconsin den Rektor seiner ehemaligen Schule erschossen.

Original, Google Cache, archive.org

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