Ursache des Unglücks von Manhattan noch ein Rätsel

Einen Tag nach dem Flugzeugunglück in New York ist die Ursache des Unfalls mit zwei Toten noch nicht geklärt. Experten der US-Flugsicherheitsbehörde NTSB versuchen zu ermitteln, warum das Kleinflugzeug bei klarer Sicht in ein 50-stöckiges Hochhaus in Manhattan gerast war. Der Pilot habe entgegen Berichten im US-Fernsehen vor dem Einschlag in das Gebäude keinen Notruf abgesetzt, teilte ein Sprecher der NTSB mit. Gestern hatte es in einigen Berichten geheißen, der Pilot der Maschine habe Treibstoffprobleme gemeldet.

Neue Debatte über Sicherheit

Bereits kurz nach dem Unglück hatten die Behörden erklärt, es gebe keinen Hinweis auf einen Terrorakt, New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg schloss das inzwischen „hundertprozentig“ aus. Die Polizei geht von einem Unfall aus, hält aber auch einen Selbstmord grundsätzlich für denkbar. Der Zwischenfall, der bei vielen Menschen Erinnerungen an die Terroranschläge vom 11. September 2001 wach werden ließ, löste eine neue Sicherheitsdebatte in den USA aus. Experten diskutieren über die Frage, wie ein Flugzeug so dicht an ein New Yorker Hochhaus heranfliegen konnte. „Es besteht eine hohe Alarmstufe, und man würde annehmen, dass man in solch einem Fall vorher davon gewusst hätte, nicht danach“, sagte der frühere NTSB-Direktor Jim Hall.

Baseball-Star der New York Yankees kommt ums Leben

Bei dem Unglück kamen die beiden Insassen des Kleinflugzeugs ums Leben: der Profi-Baseballspieler Cory Lidle von den New York Yankees und sein Fluglehrer. Elf Feuerwehrmänner und fünf Zivilisten seien leicht verletzt worden, so Bürgermeister Bloomberg. Mehrere Wohnungen des Hauses brannten aus. Insgesamt sind die Schäden an dem Hochhaus mit rund 180 Appartements aber eher gering.

Das viersitzige Flugzeug sei um 14.29 Uhr Ortszeit vom Flughafen Teterboro in New Jersey, etwa 15 Kilometer vom Unglücksort entfernt, gestartet, sagte Bloomberg. Es habe eine Runde um die Freiheitsstatue im New Yorker Hafen gedreht und dann Kurs in Richtung Norden genommen. Um 14.45 Uhr raste der kleine Sportflieger in das Hochhaus. Die Unglücksmaschine war auf Lidles Namen registriert. Der Besitzer der New York Yankees, George M. Steinbrenner, sprach von einer „schrecklichen und schockierende Tragödie“ für seinen Verein. Er drückte Lidles Frau und ihrem Sohn sein Beileid für diesen „gewaltigen Verlust“ aus.

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