Käßmann fordert Standfestigkeit im Dialog mit Islam

Die Bischöfin der Evangelischen Landeskirche Hannover, Margot Käßmann, hat für einen intensiven Dialog mit dem Islam geworben. Dabei müsse jedoch stets der eigene Standort klar gemacht werden, sagte sie in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. „Ich denke, gerade die Kirchen müssen für die Freiheit des Wortes, die Freiheit des Menschen, die Gleichheit von Mann und Frau, für unsere Verfassungsgrundsätze einstehen“, sagte Käßmann.

„Gewalt ist kein Weg“

Bei dem Dialog dürften die eigenen Grundsätze nicht vergessen werden. Der eigene Glaube müsse gewahrt werden, um dialogfähig zu bleiben. Dies sei eine schwierige Balance. Mit vielen Muslimen gebe es einen „großartigen Dialog“, so Käßmann. Sobald es jedoch Radikalisierung und Fundamentalismus gebe, „müssen wir sagen: Gewalt ist nach christlichem Maßstab kein Weg, den ein Christ, eine Christin in irgendeiner Weise gehen kann.“

Die Bischöfin zeigte Verständnis für die Haltung des Kölner Kardinals Joachim Meisner, der kürzlich interreligiöse Feiern zwischen Christen und Muslimen untersagt hatte. Im Prinzip sei dies auch die Haltung der evangelischen Kirche. Oft gehe ihr diese Vermischung zu schnell, „so mit einem Wegwinken: Ist doch alles das Gleiche“, kritisierte sie.

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