„Kyrill“ kostete mindestens eine Milliarde Euro

Durch den Orkan „Kyrill“ kommen auf die Versicherer voraussichtlich hohe Belastungen zu. „Wir gehen von rund einer Milliarde Euro aus“, sagte eine Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Laut GDV handelt es sich damit um einen der schwersten Stürme, die es je in Deutschland gegeben hat. Die Auswertung der Schadensfälle läuft derzeit auf Hochtouren. „Bei den Versicherern klingeln die Telefone heiß“, hieß es beim GDV.

Bilanz „wird noch einige Tage dauern“

Im Oktober 2002 sorgte alleine der Sturm „Jaenett“ laut GDV für einen versicherten Schaden von 650 Millionen Euro. In dem Jahr wurde zugleich mit 1,65 Milliarden der höchste Stand der letzten 30 Jahre in Deutschland verzeichnet. Europaweit hatte 1999 bereits der Wintersturm „Lothar“ versicherte Schäden in Höhe knapp sechs Milliarden Euro angerichtet. Ob „Kyrill“ dieses Ausmaß erreicht, ist noch ungewiss.

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Schäden in der Regel versichert

Verbraucherschützer raten den Unwetterschäden betroffenen Bürgern, sich umgehend bei ihrer Versicherung zu melden. In der Regel haften Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen. Um Probleme mit der Versicherung von vornherein zu vermeiden, empfiehlt etwa die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, unmittelbar nach dem Schadensfall eine vollständige Liste aller zerstörten oder beschädigten Gegenstände zu erstellen. Falls vorhanden, sollte die Liste durch Einkaufsbelege ergänzt werden. Andernfalls sollte aus dem Gedächtnis der Zeitpunkt der Anschaffung und der ungefähre Neupreis notiert werden. Ist ein Gebäude beschädigt, raten die Verbraucherschützer, detaillierte Foto- oder Filmaufnahmen zu machen und auch zusammen mit Nachbarn Protokolle über die Schäden zu verfassen.

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