Mutmaßliche Terroristen stellen sich nach 19 Jahren

Nach fast 20 Jahren im Untergrund haben sich zwei mutmaßliche Mitglieder der so genannten „Revolutionären Zellen“ (RZ) den deutschen Behörden gestellt. Das bestätigte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. Die beiden hätten sich bereits im Dezember gestellt. Um wen es sich handelt und welche Straftaten den beiden angelastet werden, ist nicht bekannt.

Die oberste Anklagebehörde bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des „Spiegel“. Der Sprecher sagte, dem Paar sei gegen Auflagen Haftverschonung gewährt worden, die beiden müssten sich aber dennoch vor Gericht verantworten. Sie stünden seit 1987 auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamtes. Vorgeworfen werde ihnen die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung nach Paragraf 129 a des Strafrechts. Darauf stehe ein Strafrahmen von einem Jahr bis zu 15 Jahren Haft.

„Feierabendterroristen“ sollen 200 Anschläge verübt haben

Nach „Spiegel“-Angaben schreiben die Ermittler den RZ rund 200 Brand- und Sprengstoffanschläge zwischen 1973 und 1987 zu. Im Gegensatz zur Roten Armee Fraktion (RAF) bestand die Gruppe zum überwiegenden Teil aus scheinbar unbescholtenen Personen, die sich als „Feierabendterroristen“ betätigten.

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