Fusion zur „Linken“ perfekt

Der Zusammenschluss von Linkspartei und WASG ist perfekt: Nach dem Mitgliedervotum der Wahlalternative ergab auch die Urabstimmung bei der Linkspartei ein klares Ja zur Fusion, wie Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch in Berlin mitteilte. Für den Zusammenschluss zur Partei „Die Linke“ hätten 96,9 Prozent votiert.

Auch WASG stimmt für Zusammenschluss

Die WASG-Mitglieder hatten zuvor mit ebenfalls großer Mehrheit für die Fusion votiert. Wie die Parteiführung in Fürth mitteilte, sprachen sich 83,9 Prozent der Mitglieder, die sich an der siebenwöchigen Urabstimmung beteiligten, für den geplanten Zusammenschluss aus. Erforderlich war eine einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. WASG-Vorstandsmitglied Thomas Händel sprach von einem „sehr, sehr guten Ergebnis“.

Die Beteiligung bei der WASG fiel jedoch sehr gering aus. Nur 49,8 Prozent der 11.375 mit Name und aktueller Adresse ermittelten Mitglieder nahmen an der nunmehr dritten Urabstimmung der Partei über diese Frage teil. Dabei votierten 4625 für die Fusion mit der Linkspartei und 830 dagegen, ein Mitglied enthielt sich, 56 Stimmen waren ungültig.

Formell vollzogen werden soll die Vereinigung beider Parteien zur neuen gesamtdeutschen Linken nun auf dem ersten gemeinsamen Parteitag am 16. Juni ebenfalls in Berlin. Vorsitzende sollen Lothar Bisky und Oskar Lafontaine werden.

Parteitage haben Fusion bereits abgesegnet

Die Delegierten der beiden Parteien hatten sich bereits für die Zusammenlegung ausgesprochen. Auf einem Doppel-Parteitag Ende März in Dortmund votierten 96,9 Prozent der Linkspartei-Delegierten und 87,7 Prozent der WASG-Vertreter für den Zusammenschluss. Auch Programmeckpunkte, Satzung und Statut der neuen Partei waren damals mit großer Mehrheit angenommen worden. Im Bundestag bilden Linkspartei und WASG bereits eine gemeinsame Fraktion.

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