Polizei nimmt 200 Oppositionelle fest

Im afrikanischen Krisenstaat Simbabwe hat die Polizei mehr als 200 Oppositionelle festgenommen. Nach einer Razzia im Hauptquartier der oppositionellen Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) in Harare wurden die Festgenommenen in eine zentrale Polizeistation abgeführt, erklärte MDC-Sprecher Nelson Chamisa. „Das ist der höchste Grad des Wahnsinns! Er zeigt, dass die Schrauben der Unterdrückung angezogen werden“, erklärte er.

Es gab zunächst keine Bestätigung oder Begründung der Polizei für ihre jüngste Aktion gegen die MDC. Viele der Festgenommenen hatten an einem Treffen teilnehmen wollen, auf dem es unter anderem um Themen wie die Aids-Epidemie, aber auch die Wahlen im kommenden Jahr gehen sollte. Es sei weder eine Demonstration noch ein Protestmarsch gewesen, sagte Chamisa mit Blick auf die restriktiven Versammlungsgesetze des Landes.

Mugabe will Aufstand verhindern

Simbabwe steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Derweil versucht der seit der Unabhängigkeit Simbabwes 1980 regierende Präsident Robert Mugabe, die Opposition mundtot zu machen. Er fürchtet, dass die wirtschaftliche Krise des südafrikanischen Landes zu einem Aufstand führen könnte. Der seit 27 Jahren regierende Präsident will bei der Wahl 2008 erneut antreten.

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