Atominspekteure besuchen umstrittene Nuklearanlage

Bei ihrem Besuch in Nordkorea haben sich die internationalen Atominspekteure auf den Weg von Pjöngjang zu den umstrittenen Nuklearanlagen von Jongbjon gemacht. Die Delegation der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) wolle vor Ort die Details der vereinbarten Schließung des Reaktors rund 130 Kilometer außerhalb der nordkoreanischen Hauptstadt diskutieren, berichtete ihr Leiter Olli Heinonen der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.

Die Inspektion der IAEO-Experten ist die erste seit fast fünf Jahren. Ende 2002 hatte Nordkorea die Inspekteure ausgewiesen. Grund waren die Vorwürfe der USA, das Regime betreibe ein geheimes Programm zur Entwicklung von Atomwaffen.

IAEO-Vize: „Optimistisch, immer optimistisch!“

Die IAEO-Delegation verhandelt seit Dienstag mit der nordkoreanischen Seite über das Verfahren zur geplanten Stilllegung der Atomeinrichtungen in Jongbjon, mit der die Vereinbarung in den Sechs-Parteien-Gesprächen vom Februar erfüllt werden soll. IAEO-Vizedirektor Heinonen wollte sich nicht zu Details äußern, sagte aber, er sei „optimistisch, immer optimistisch“ über die Aussichten des Vorhabens. Nordkorea winken im Gegenzug für die Schließung und Beseitigung seines Atomwaffenprogramms Energielieferungen und Wirtschaftshilfen.

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