Opposition dominiert neues Parlament

In Sierra Leone hat die größte Oppositionspartei All People’s Congress (APC) die Parlamentswahl gewonnen. Sie holte 59 der 112 zu vergebenden Sitze, die regierende Sierra Leone People’s Party (SLPP) kam auf 43 Mandate. Das gab die nationale Wahlkommission bekannt. Im Einkammer-Parlament des westafrikanischen Landes sitzen insgesamt 124 Abgeordnete. Zwölf von ihnen sind traditionelle Führer, die am 1. September bestimmt werden.

Die Präsidentschaftswahl wird in zwei Wochen in einer Stichwahl entschieden. Dem offiziellen Endergebnis zufolge kam APC-Kandidat Ernest Koroma auf 44,3 Prozent der Stimmen, für Vizepräsident Solomon Berewa stimmten 38,3 Prozent der Wähler. Beide verfehlten damit die notwendigen 55 Prozent. Sieben Kandidaten waren angetreten.

Beide Wahlen hatten am 11. August stattgefunden. Die Wahlbeteiligung war mit 75,8 Prozent so hoch wie nie zuvor. 1,8 Millionen Bürger Sierra Leones gaben ihre Stimme ab. Die Wahlen galten als entscheidender Test für die junge Demokratie in dem Land. Vor fünf Jahren war in Sierra Leone ein Bürgerkrieg zu Ende gegangen. Das Land ist eines der ärmsten der Welt. 60 Prozent der Menschen sind arbeitslos.

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