Cruise darf doch im Bendlerblock drehen

Das Bundesverteidigungsministerium hat bestätigt, dass Hollywoodstar Tom Cruise nun doch im Bendlerblock Szenen für seinen Stauffenberg-Film drehen darf. Der Co-Produzent und Drehbuchautor Christopher McQuarrie habe in einem Schreiben an Verteidigungsminister Franz Josef Jung die Planungen für den Film erläutert, teilte Jungs Sprecher Thomas Raabe mit. Anschließend hätten sich das Verteidigungsministerium, der Leiter der Gedenkstätte und die Filmproduktionsfirma bei einem persönlichen Treffen abgestimmt.

Raabe erklärte, entscheidend für die Zusage sei gewesen, dass die besondere Würde des Ortes gewahrt werde. So solle in dem Drama mit dem Titel „Valkyrie“ einen Spannungsbogen zum demokratischen Deutschland geben als Signal, dass die Barbarei nicht gesiegt habe. Der Widerstandskämpfer und Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg war am 20. Juli 1944 im Hof des Bendlerblocks 1944 hingerichtet worden.

Proteste gegen Cruise als Stauffenberg

Der Hollywoodstar Tom Cruise ist Miteigentümer der Produktionsfirma United Artists und spielt die Hauptrolle in „Valkyrie“. In der Öffentlichkeit hatte es auch darüber eine Debatte gegeben, ob Cruise als bekennder Scientology-Anhänger Stauffenberg verkörpern dürfe. „Valkyrie“ soll nächsten Sommer in die Kinos kommen. Der Film des Regisseurs Bryan Singer („Die üblichen Verdächtigen“, „X-Men“) wird vom Deutschen Filmfonds mit 4,8 Millionen Euro gefördert.

Original, Google Cache, archive.org

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