Radio-Reporter Jürgen Graf gestorben

Der frühere Reporter und Redaktionsleiter von Rias Berlin, Jürgen Graf, ist tot. Er starb bereits am Samstag im Alter von 79 Jahren, teilte seine Familie nach Angaben von Deutschlandradio Kultur mit.

Graf, der am 29. Dezember 1927 in Berlin geboren wurde, engagierte sich stark für den Aufbau des deutschen Hörfunks der Nachkriegszeit. Seine journalistische Karriere begann im August 1945 beim Rias, dem „Rundfunk im Amerikanischen Sektor“ im Westteil Berlins. Rundfunkgeschichte schrieb Graf 1963 mit seiner rund siebenstündigen Live-Reportage beim Besuch des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy in Berlin. Es war die erste Reportage aus einem fahrenden Auto. Graf machte sich zudem um die deutsch-amerikanische Freundschaft verdient. Er war Mitglied der Checkpoint Charlie Stiftung, der American Academy und der Atlantikbrücke.

Auch einem breiten Fernsehpublikum war er bekannt als Moderator der Schülerquiz-Sendung „Die sechs Siebeng’scheiten“. Von 1958 bis 1979 gestaltete er 260 Folgen in der ARD, was zu damaligen Zeiten Europarekord bedeutete. Für seine Arbeit wurde Graf unter anderem mit dem Großen Bundesverdienstkreuz und zahlreichen Rundfunk- und Fernsehpreisen ausgezeichnet.

Original, Google Cache, archive.org

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