Keine Vertragsverlängerung für Stefan Aust

Der Vertrag von „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust wird nicht verlängert. Das haben die Gesellschafter des Hamburger Nachrichtenmagazins einvernehmlich beschlossen. Demnach endet der Vertrag des Chefredakteurs am 31. Dezember 2008.

Aust hatte selber im Januar betont, er würde gern weitermachen. „Ich verstehe mich als Vertreter der Redaktion. Solange die Gesellschafter mich nicht rausschmeißen, ist die Redaktion unabhängig“, sagte er damals dem „Tagesspiegel am Sonntag“.

Armin Mahler, Geschäftsführer der Mitarbeiter KG, sagte dagegen, der „Spiegel“ brauche eine „Modernisierung“. „Wir wollen mehr junge Leute an das Blatt binden. Dazu braucht es eine frische, neue Kraft.“ Wer diese Kraft sein könnte, ließ er offen. Über eine Nachfolge werde zu gegebener Zeit informiert.

Karrierebeginn bei „St. Pauli-Nachrichten“

Stefan Aust leitet das Nachrichtenmagazin seit fast 13 Jahren. Er war seinerzeit nicht unumstritten, wurde aber vom verstorbenen Herausgeber Rudolf Augstein durchgesetzt. „Spiegel“-Gesellschafter und Augstein-Sohn Jakob bezeichnete ihn als hervorragenden Chefredakteur: „Er hat es fertiggebracht, den ‚Spiegel‘ von den Verlusten, die alle anderen in den letzten Jahren erlitten haben, weitgehend freizuhalten.“

Seine berufliche Karriere begann Aust 1966 bei den „St. Pauli-Nachrichten“ und der Zeitschrift „Konkret“. Terrorismus, die Geschichte des Dritten Reichs, Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit und das Stasi-System sind seine Themen.

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