Christliche Hoffnung statt Fortschrittsglaube

Die christliche Hoffnung als Weg aus der Glaubenskrise steht im Mittelpunkt der zweiten Enzyklika von Papst Benedikt XVI. In dem Lehrschreiben „Spe salvi“ (Gerettet durch die Hoffnung) betont das katholische Kirchenoberhaupt, dass der Mensch Gott brauche, „sonst ist er hoffnungslos“. Die Gegenwart, auch wenn sie mühsam ist, könne angenommen werden, „wenn sie auf ein Ziel zuführt und wenn wir dieses Ziels gewiss sein können“, schreibt der Papst.

Scharfe Kritik an „Ersatzreligionen“

Gleichzeitig wendet er sich gegen Weltanschauungen, Wissenschaft, Politik und Fortschrittsglauben als Ersatz für christliche Hoffnung auf das ewige Leben. Der Atheismus des 19. und 20. Jahrhunderts habe „zu den schlimmsten Formen der Grausamkeit und Verstößen gegen die Gerechtigkeit“ geführt, so Benedikt XVI. Vor allem mit Karl Marx und dem Renaissance-Philosophen Francis Bacon geht Benedikt XVI. hart ins Gericht. Während Marx in seinem Denken den Menschen und seine Freiheit vergessen habe, sei Bacon dem Irrglauben erlegen, der Mensch werde durch die Wissenschaft erlöst, erklärt der Papst.

Original, Google Cache, archive.org

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