Geiselnahme in Clinton-Büro beendet

Die Geiselnahme in einem Wahlkampfbüro von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist unblutig zu Ende gegangen. US-Fernsehsender zeigten Bilder des mutmaßlichen Täters, der mit erhobenen Händen aus dem Gebäude in Rochester im US-Bundesstaat New Hampshire trat, sich hinkniete und dann von der Polizei abgeführt wurde.

Der offenbar geistig verwirrte 46-Jährige war am Nachmittag in das Gebäude gestürmt und hatte erklärt, er trage eine Bombe am Körper. Insgesamt sechs Stunden hielt er mehrere Menschen in seiner Gewalt. Unbestätigten Angaben zufolge forderte er ein Gespräch mit der Präsidentschaftskandidatin.

Clinton: „Dankbar, dass dieser Tag so gut endet“

Hillary Clinton hielt sich zum Zeitpunkt des Überfalls nicht in dem Wahlkampfbüro auf, sondern bereitete im Raum Washington einen Wahlkampfauftritt in Vienna im US-Staat Virgina vor. Sie sagte ihre Rede ab. Auch ihr Mann, Expräsident Bill Clinton, sagte seine Termine ab. „Ich bin sehr dankbar, dass dieser schwierige Tag so gut endet“, sagte sie nach Ende der Geiselnahme. Sie habe mit den Familien der Geiseln engen Kontakt gehalten. „Alle meine Wahlhelfer befinden sich in Sicherheit.“ Clinton kündigte an, unverzüglich nach New Hampshire zu reisen, um sich persönlich bei der Polizei zu bedanken.

Zwei Wahlkampfbüros geräumt

Vorsichtshalber waren auch zwei nahe gelegene Wahlkampfbüros der demokratischen Bewerber Barack Obama und John Edwards sowie eine Schule geräumt worden.

Clinton gilt als aussichtsreiche Bewerberin der Demokraten für die Kandidatur bei den US-Präsidentschaftswahlen im November 2008.

Original, Google Cache, archive.org

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