Zahl der getöteten US-Soldaten steigt auf 4000

Fast genau fünf Jahre nach Beginn des Irak-Kriegs ist die Zahl der in dem Land getöteten US-Soldaten auf 4000 gestiegen. Wie das US-Militär mitteilte, wurden am Sonntagabend in der irakischen Hauptstadt Bagdad vier US-Soldaten durch einen Sprengsatz getötet, der am Straßenrand versteckt war. Nach Berechnungen des unabhängigen Onlinedienstes icasualties.org, der eine Statistik über die US-Verluste im Irak und in Afghanistan führt, erreichte die Gesamtzahl der seit dem Einmarsch am 20. März 2003 getöteten US-Soldaten damit genau 4000.

Bush: Soldaten nicht vergeblich gestorben

US-Präsident George W. Bush äußerte die Hoffnung, dass die US-Soldaten nicht vergeblich gestorben sind. Dafür werde er alles tun, sagte Bush. Die USA würden an ihrer Strategie festhalten, „den Sieg zu erringen“. Bush nannte allerdings nicht ausdrücklich die Zahl von 4000 toten Soldaten. Er bezog auch die zivilen Opfer des Krieges mit ein.

Zahlreiche Opfer bei Anschlägen im Land

Bei weiteren Anschlägen und Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Aufständischen kamen im Irak am Sonntag insgesamt mehr als 50 Menschen ums Leben. Dutzende wurden verletzt. Allein in der Hauptstadt Bagdad starben nach Berichten der irakischen Nachrichtenagentur Aswat al-Irak 22 Menschen, darunter auch mehrere Kinder.

In Mossul fuhr ein Selbstmordattentäter mit seinem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in ein örtliches Armeehauptquartier. 13 Soldaten kamen bei der Explosion ums Leben, 18 weitere sowie zwölf Zivilisten wurden verletzt.

Aus der nördlichen Stadt Bakuba berichteten Behördenvertreter von 15 getöteten Mitgliedern einer Familie. Sie sollen Opfer eines US-Luftangriffs geworden sein. Vom US-Militär gab es dazu keine Stellungnahme. Es teilte aber mit, in derselben Region 15 Al-Kaida-Terroristen getötet zu haben.

„Grüne Zone“ erneut unter Beschuss

Am Abend wurde erneut die besonders gesicherte „Grüne Zone“ im Zentrum der Stadt mit Mörsergranaten beschossen. Dabei wurde ein Zivilist getötet. 14 Menschen erlitten Verletzungen. Nach Angaben der Armee traf ein Geschoss ein Krankenhaus.

Original, Google Cache, archive.org

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