Kaum noch Hoffnung für 18 Seeleute

Rund 40 Stunden nach einer Schiffskollision vor Hongkong haben die Behörden die Hoffnung für 18 ukrainische Seeleute praktisch aufgegeben. Die Chance, sie noch lebend zu finden, sei minimal, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte in Guangzhou. Taucher orteten das havarierte Schiff kieloben liegend in 35 Metern Tiefe, konnten jedoch kein Lebenszeichen von den Seeleuten ausmachen.

Der ukrainischer Schlepper war am Samstagabend bei dichtem Nebel vor der Hongkonger Insel Lantau mit einem chinesischen Frachtschiff zusammengestoßen. Das 80 Meter lange Schiff „Neftegaz 67“ sank schnell. Sechs Männer und eine Frau konnten noch gerettet werden.

Starke Strömungen behindern Bergung

Zunächst hatte es von von Seiten der Schifffahrtsbehörde geheißen, die Vermissten seien vermutlich im Rumpf des Schiffes eingeschlossen und könnten überlebt haben, wenn sie eine Luftblase gefunden hätten. Später wurde diese Möglichkeit als immer unwahrscheinlicher eingestuft. Das ukrainische Schiff sollte in flachere Gewässer gezogen werden, um die Bergungsarbeiten zu erleichtern. Dies gestaltete sich wegen starker Strömungen jedoch äußerst schwierig.

Die Unglücksursache ist noch unklar. Die Behörden teilten allerdings mit, die „Neftegaz 67“ sei im September 2003 wegen Sicherheitsbedenken im Hafen von Hongkong vorübergehend beschlagnahmt worden. Der Schlepper war zum Zeitpunkt des Unglücks mit Bohrgerät beladen auf dem Weg zu einem Ölfeld im Südchinesischen Meer.

Original, Google Cache, archive.org

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter tagesschau.de abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.