Sanio nicht mehr allein an der Bafin-Spitze

Ab sofort steht an der Spitze der Finanzaufsicht Bafin ein aus fünf Mitgliedern bestehendes Direktorium – und nicht mehr nur Präsident Jochen Sanio. Die Reform der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ist unter anderem eine Reaktion auf einen spektakulären Betrugsfall innerhalb der Bafin 2006, in dem es um Millionenbeträge ging. Damals war auch Sanio in die Kritik geraten. Der Bundesrat hatte der Gesetzesänderung Mitte März zugestimmt und damit den Weg freigemacht.

Finanzstaatssekretär Thomas Mirow sprach bei der Amtseinführung in Bonn von einem Meilenstein bei der Weiterentwicklung der Finanzmarktaufsicht. Neben Sanio gehören dem Führungsgremium künftig vier Exekutivdirektoren an. Die bisherige Leiterin der Abteilung Großbanken, Sabine Lautenschläger, ist künftig für die gesamte Bankenaufsicht zuständig. Thomas Steffen bleibt der Verantwortliche für die Versicherungsaufsicht. Karl-Burkhard Caspari übernimmt die Wertpapieraufsicht. Michael Sell wird Exekutivdirektor für den Bereich „Querschnittsaufgaben/Innere Verwaltung“. Er war zuletzt Gruppenleiter unter anderem für Steuerpolitik im Bundeskanzleramt.

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