34 Jahre Haft für britischen Söldner

Der ehemalige britische Söldner Simon Mann ist wegen seiner Beteiligung an einem gescheiterten Putsch in Äquatorialguinea zu 34 Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Dazu kommt eine Geldstrafe von 150.000 Euro, wie der britische Rundfunksender BBC berichtete.

Das Gericht in Malabo, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes, sah es als erwiesen an, dass Mann, der auch die südafrikanische Staatsangehörigkeit besitzt, im Jahr 2004 mit einer Gruppe von Söldnern versuchen wollte, Präsident Teodoro Obiang Nguema zu stürzen. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Verfahren im Juni 30 Jahre Haft für den ehemaligen Eton-Schüler und einstigen Offizier des Eliteregiments SAS gefordert.

Thatcher-Sohn unter den Hintermännern?

Mann war im März 2004 mit 61 mutmaßlichen Komplizen während eines Zwischenstopps auf dem Flughafen der simbabwischen Hauptstadt Harare festgenommen worden. Der 56-Jährige hatte vor Gericht seine Beteiligung an dem Putschversuch zugegeben, dabei jedoch betont, er habe nicht zu den eigentlichen Hintermännern gehört. Mann beschuldigte unter anderem Mark Thatcher, den Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher, den gescheiterten Putsch geplant und finanziert zu haben. Die Behörden von Äquatorialguinea hatten bereits vor Monaten angekündigt, eine Auslieferung Thatchers beantragen zu wollen.

Äquatorialguinea gilt als eines der Länder mit den schwersten Menschenrechtsverletzungen in Afrika. Präsident Obiang war an die Spitze des erdölreichen Staates gelangt, als er 1979 seinen Onkel während eines Putsches stürzte.

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