Mindestens 18 Tote bei zwei Anschlägen

Bagdad ist am Morgen von zwei Terroranschlägen erschüttert worden. Eine Selbstmordattentäterin hat sich vor einem Eingang zur sogenannten Grünen Zone von Bagdad in die Luft gesprengt. Laut Behördenangaben riss die Frau sieben Menschen mit in den Tod und verletzte 13 weitere. Augenzeugen berichteten, vor dem Eingang, der vor allem von irakischen Parlamentariern benutzt wird, sei am Morgen zunächst ein Sprengsatz detoniert. Anschließend habe die Frau ihren Sprengstoffgürtel gezündet.

In der strikt abgeriegelten „Grünen Zone“ liegen unter anderem das irakische Parlamentsgebäude und die US-Botschaft. Indem sie erst eine Bombe zünden und dann einen Selbstmordattentäter schicken, versuchen Terroristen im Irak, möglichst viele Menschen auf einmal zu töten: Der Attentäter zündet seinen Sprengstoffgürtel erst, wenn viele Helfer und Schaulustige zusammengekommen sind.

In Neu-Bagdad, einem Viertel im Osten der Hauptstadt, starben laut der Nachrichtenagentur Al-Arabija 13 Menschen, als ein Sprengsatz neben einem Bus mit Beamten des Handelsministeriums explodierte. Zudem seien fünf Menschen verletzt worden.

Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete, Unbekannte hätten in der nördlichen Stadt Kirkuk einen Anwalt auf der Straße erschossen. Vor der armenischen Kirche von Kirkuk sei ein Sprengsatz detoniert. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

Original, Google Cache, archive.org

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