Gekaperter Frachter „Faina“ wieder frei

Fünf Monate nach seiner Entführung im Golf von Aden ist der ukrainische Frachter „Faina“ wieder frei. Das Büro von Präsident Wiktor Juschtschenko erklärte in Kiew, der Freilassung sei eine Operation vorangegangen, an der auch ukrainische Spezialkräfte beteiligt gewesen seien. Die Besatzung mit 21 Mann sei wohlauf, teilte die ukrainische Präsidialverwaltung nach Angaben der Agentur Interfax mit. Lösegeld wurde in den offiziellen Verlautbarungen nicht erwähnt.

Eigner: Es wurde Lösegeld gezahlt

Dagegen hatte ein Sprecher des Eigners der „Faina“ gestern gesagt, die Piraten hätten ein Lösegeld erhalten. Kurz darauf verließen die ersten Entführer das Schiff.

Einer der Piraten sagte der Nachrichtenagentur AP, 14 bewaffnete Männer und ihr Anführer seien von Bord der „Faina“ gegangen. Die Gruppe habe zwei Boote ausgeschickt, um die noch verbliebenen rund 25 Komplizen abzuholen.

Der Eigner teilte nichts zur Höhe des Lösegeldes mit. Es soll sich inoffiziellen Angaben zufolge um 3,2 Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) gehandelt haben.

Ein Gewährsmann, der an den Verhandlungen beteiligt war, sagte AP zufolge, ein Flugzeug mit dem Geld an Bord sei gestern Nachmittag in Nairobi abgeflogen. Nähere Einzelheiten nannte er nicht.

Zahlreiche Schiffe vor Somalia überfallen

Die Piraten hatten ursprünglich 20 Millionen Dollar gefordert und mit der Sprengung des Frachters gedroht. Dieser hat 33 Panzer und andere schwere Waffen geladen. Es wurde befürchtet, dass diese in die Hände islamischer Fundamentalisten gelangen könnten. Im vergangenen Jahr wurden vor Somalia rund 100 Schiffe von Piraten überfallen.

Original, Google Cache, archive.org

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