Airbus mit 153 Insassen abgestürzt

Ein jemenitisches Flugzeug mit 153 Menschen an Bord ist beim Landeanflug vor den ostafrikanischen Komoren in den Indischen Ozean gestürzt. Unter den Passagieren waren Franzosen und Bürger des ostafrikanischen Inselstaates. Insgesamt seien 142 Fluggäste und eine elfköpfige Crew in der Maschine gewesen, sagte ein Vertreter der staatlichen jemenitischen Fluggesellschaft, für die die Maschine geflogen war.

Offenbar keine Überlebenden

„Wir haben zur Zeit keine Informationen dazu, ob es Überlebende gab“, sagte Innenminister Hamid Bourhane. Der Airbus des Typs 310-300 war französischen Angaben zufolge von Sanaa über Dschibuti nach Moroni in den ostafrikanischen Inselstaat unterwegs. Die Komoren liegen rund 2900 Kilometer südlich des Jemens im Indischen Ozean zwischen der Südostküste Afrikas und Madagaskar.

Kontaktabbruch kurz vor der Landung

Laut dem Vizepräsidenten der Komoren, Idi Nadhoim, ereignete sich das Unglück in den frühen Morgenstunden. Die Maschine sei etwa 15 Minuten vor der Landung zwischen fünf und zehn Kilometer vor der Hauptinsel abgestürzt, sagte Ibrahim Kassim, ein Vertreter der regionalen Luftfahrt-Aufsicht Asecna. Der jemenitische Pilot hätte sich bei den Fluglotsen noch zur Landung angemeldet, teilte ein UN-Mitarbeiter auf dem Flughafen der komorischen Hauptstadt Moroni mit. Danach sei der Kontakt abgebrochen.

Zahlreiche Boote beteiligten sich an der Suche. Die französischen Behörden setzten Flugzeuge und Schiffe von den Nachbarinseln Mayotte und Reunion in Marsch. „Das Wetter ist nicht günstig. Die See ist sehr rau“, sagte Kassim.

Zur Yemenia-Flotte gehören der Internetseite zufolge vier Airbus 310-300 sowie zwei Airbus 330-200. Eine Maschine des Typs 330-200 war vor vier Wochen auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich verunglückt. Keiner der 228 Menschen an Bord – darunter 28 Deutsche – überlebte. Experten vermuten, dass Mängel an den Geschwindigkeitssonden zum Absturz beigetragen haben könnten.

Original, Google Cache, archive.org

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