Iran „testete Mittelstreckenraketen“ im Indischen Ozean

Der Iran hat nach eigener Darstellung Anfang des Jahres zwei Mittelstreckenraketen in den Indischen Ozean gefeuert. Im Monat Bahman (21. Januar bis 19. Februar) seien die Raketen mit der Reichweite von 1900 Kilometern von der nordiranischen Provinz Semnan in Richtung Ozean gefeuert worden, sagte der Chef der Luftfahrtabteilung der Revolutionsgarden, Ali Hadschisadeh, im Staatsfernsehen. Der Test sei angekündigt worden, um die Zielregion für Schiffe zu sperren.

Gewöhnlich testet die Islamische Republik Raketen in den weiten Wüstengebieten des Landes. Hadschisadeh erklärte jedoch nicht, warum der Erfolg dieses Tests erst fünf Monate später verkündet wurde und warum es keine internationalen Reaktionen gab.

Rakete soll Reichweite bis Israel haben

Unklar blieb auch, welche Raketen überhaupt getestet wurden. Die einzige iranische Rakete mit einer Reichweite von 1900 Kilometern ist die Schahab-3-Mittelstreckenrakete. Sie soll sogar eine Reichweite von 2000 Kilometern haben und damit ganz Israel oder US-Stützpunkte in Afghanistan erreichen können. Die internationale Gemeinschaft befürchtet außerdem, dass Teheran ein Atomwaffenprogramm plant. Die iranische Regierung bestreitet dies.

Iranische Mittelstreckenrakete vom Typ Schahab-3
Unbekannter Startort: iranische Mittelstreckenrakete vom Typ Schahab-3

Original, Google Cache, archive.org

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter tagesschau.de abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.