Ausflugsschiff auf der Wolga gesunken

Auf der Wolga ist ein russisches Ausflugsschiff mit mehr als 180 Menschen an Bord gesunken. Dabei kam nach offiziellen Angaben eine Frau ums Leben und zwei Menschen wurden verletzt. 111 Personen gelten noch als vermisst. Die Überlebenden und die Leiche einer Frau seien von der Besatzung eines anderen Schiffs aus dem Wasser gefischt worden.

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  • Schiffsunglück auf der Wolga
  • Länge: 0:01:00
  • Datum: 2011-07-10T20:15:00.000+02:00

Die etwa 60 Jahre alte „Bulgaria“ sei am Nachmittag bei einem Unwetter in der Mitte des Flusses etwa 80 Kilometer von Kasan – der Hauptstadt der Teilrepublik Tatarstan – entfernt gesunken, sagte der Sprecher des regionalen Katastrophenschutzministeriums, Marat Rachmatullin. Das Doppeldecker-Schiff war demnach bei seinem Untergang etwa drei Kilometer vom nächsten Ufer entfernt und das Wasser an der Stelle 20 Meter tief. Mögliche Ursachen für das Unglück nannten die Behördensprecher nicht.

Eine Frau im Hafen von Kasan. Dort warten Verwandte und Freunde auf Überlebende des Schiffsunglücks auf der Wolga.
Entsetzen und Fassungslosigkeit: Zwei Frauen im Hafen von Kasan. Dort warten Verwandte und Freunde auf Überlebende.


Das Schiff „Bulgaria“ (undatiertes Foto). Es wurde in den späten 50-er Jahren in der Tschechoslowakei gebaut.

Überlebende berichteten, alles sei rasend schnell gegangen. Das Schiff habe sich auf die Seite gelegt und sei binnen drei Minuten untergegangen, sagte ein Mann der Nachrichtenagentur Interfax. Es seien „viele Tote“ zu befürchten. Helfer suchten mit Hubschraubern nach den Vermissten. Präsident Dimitri Medwedew ordnete einen Großeinsatz von Rettungskräften an.

Das in der Tschechoslowakei gebaute Schiff gehört einem örtlichen Tourismusunternehmen. Die Wolga ist einer der größten Flüsse Europas und bis zu 30 Kilometer breit. Außerdem ist der Fluss ein beliebtes Reiseziel. Das Schiff war von der Stadt Bulgar auf dem Weg in die Regionalhauptstadt Kasan.

Schiffsunglück auf der Wolga.
Bis zu 30 Kilometer breit: die Wolga. An der Unglücksstelle soll der Fluss etwa 20 Meter tief sein.

Original, Google Cache, archive.org

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