Die Schuldenobergrenze der USA

Die Schuldenobergrenze in den USA bestimmt, wie viel Geld sich der Staat leihen darf. Sie wurde 1917 durch den „Second Liberty Bond Act“ eingeführt, um den finanziellen Spielraum der Regierung zu erhöhen. Bis dahin musste die Regierung den Kongress jedes Mal um Zustimmung bitten, wenn sie Schulden machen wollte. Die neue Regelung sollte das Schuldenmachen also nicht verhindern, sondern erleichtern.

Derzeit liegt das Schuldenlimit bei rund 14,3 Billionen US-Dollar (10 Billionen Euro) und wird nach offiziellen Angaben Anfang August erreicht. In diesem Fall dürfte die Regierung kein Geld mehr aufnehmen. Als Folge droht ein Zahlungsausfall mit möglicherweise dramatischen Konsequenzen auf den Finanzmärkten. Dies ist bislang noch nie passiert, denn der Kongress hat die Möglichkeit, die Grenze zu erhöhen. Allein seit März 1962 wurde die Grenze 74 Mal verändert, wie der Congressional Research Service in einem Bericht vom April 2011 berichtet.

Große Veränderungen gab es in Kriegszeiten und während der Großen Depression, die mit dem Kollaps der Wall Street im Oktober 1929 begann. Seit dem Haushaltsjahr 2001 stieg die Grenze dem Bericht zufolge von 5,95 Billionen auf 14,29 Billionen Dollar im Jahr 2010.

Original, Google Cache, archive.org

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