Und es gibt uns doch!

Ob mittelalterliche Welt, Großkonzern oder Familienleben – heute kann man in Computerspielen wie „Sims“ alles perfekt nachahmen. So manch ein Spieler ist dabei schon auf die Idee gekommen, dass er selbst nur eine Marionette in einer solchen Simulation ist.

Im vergangenen Jahr meinte der Wissenschaftler Craig Hogan tatsächlich Indizien gefunden zu haben, dass unsere Welt eine gigantische Simulation ist: Bei Experimenten zur Quantenphysik stieß er auf Hinweise, dass das Universum irgendwie „pixelig“ sei und die Merkmale eines Hologramms aufweise, das von einem gigantischen Beamer an seinem Rande projiziert werde.

Spielverderber!

Seine Thesen sorgten in der Fachwelt zunächst für Aufruhr. Doch Trivial-Nihilisten müssen jetzt ganz tapfer sein: Offenbar gibt es uns doch. Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA führte mit einem ihrer Forschungssatelliten Gammastrahl-Messungen durch und konnte Hogans Theorie nicht wirklich bestätigen – aber auch nicht vollständig widerlegen. Allerdings: Wenn das Universum doch eine Simulation sei, dann sei diese doch sehr viel feiner aufgelöst, als es Hogan vermutet habe, meinen die ESA-Forscher. Und das wäre zumindest für Technikfetischisten auch wieder tröstlich.

Irgendwie auch schade, oder?

Also heißt es: Weiterhin morgens aufstehen, zur Arbeit gehen und Steuern zahlen – statt auf den nächsten Reset des Universums zu warten oder zu hoffen, dass jemand mit einer roten Pille vorbeikommt, um einen aus der Matrix zu befreien. Dabei wissen wir doch ohnehin: Die Fortsetzung, die danach kommt, ist meistens nicht besser.

Original, Google Cache, archive.org

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