Schokokonzern Stollwerck wird verkauft

Schokolade in Stollwerck-Verpackung
Zu Stollwerck gehören Marken wie Sarotti und Alpenrose.

Der Schokoladenhersteller Stollwerck wechselt den Besitzer. Der weltgrößte Schokoladenkonzern Barry Callebaut verkauft die deutsche Traditionsfirma an die belgische Baronie-Gruppe. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Das Kölner Unternehmen Stollwerck mit seinen bekannten Marken wie Sarotti, Alpenrose und Alpia steht seit längerem zum Verkauf. Barry Callebaut hatte sich in den vergangenen Jahren auf die Herstellung von Roh-Schokolade und die Auftragsfertigung für große Marken wie Nestlé, Hershey und Kraft spezialisiert. Dieses Geschäft verspricht bei weniger Wettbewerbsdruck bessere Gewinnspannen. 2009 war der Verkauf von Stollwerck an die spanische Natra gescheitert, weil sich beide Seiten nicht auf einen Preis einigen konnten. Der nun ausgehandelte Vertrag mit dem Familienunternehmen Baronie soll nach der Prüfung durch die Kartellbehörden im Herbst unter Dach und Fach sein.

500 Millionen Euro Jahresumsatz

Stollwerck wurde 1839 gegründet. 1972 übernahm Hans Imhoff die damals marode Firma und sanierte sie erfolgreich auch durch Zukäufe von Marken wie Sarotti und Sprengel. 2002 kaufte Barry Callebaut den Schokoladenhersteller für rund 175 Millionen Euro und nahm ihn später von der Börse. Die Firma beschäftigt aktuell in fünf Fabriken in Belgien, Deutschland und der Schweiz etwa 1700 Mitarbeiter. Pro Jahr produziert Stollwerck rund 100.000 Tonnen Schokolade und macht damit einen Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro.

Original, Google Cache, archive.org

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