Assad-Anhänger werfen Steine auf Botschaften

Anhänger des syrischen Regimes haben in Damaskus Steine auf die Botschaften der USA und Frankreich geworfen. Sie protestierten damit gegen eine Solidaritätsaktion der Diplomaten. Diese waren am Donnerstag vergangener Woche für zwei Tage in die Protesthochburg Hama gefahren.

US-Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus nach einer gewaltätigen Demonstration
Eingeworfene Fenster und beschmierte Außenwände: Die US-Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus nach einer gewaltätigen Demonstration

Nach Angaben von Augenzeugen kam durch die Steinwürfe kein Diplomat zu Schaden. Die rund 300 Anhänger von Präsident Baschar al-Assad, die vor der US-Botschaft randalierten, riefen Slogans gegen „ausländische Einmischung“. Sie seien vom Wachpersonal vertrieben worden, das vor der US-Botschaft Tränengas eingesetzt habe, berichteten Augenzeugen. Die USA kündigten an, den syrischen Botschafter in Washington einzubestellen.

Wachen der französischen Vertretung setzten Diplomaten zufolge scharfe Munition ein, um die Menge auseinanderzutreiben. Die syrische Regierung soll sich Zeit gelassen haben zu reagieren und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Ärger über Hama-Besuch

Der US-Botschafter hatte sich in der vergangenen Woche in der gut 200 Kilometer nördlich von Damaskus gelegenen Stadt Hama unter anderem mit Demonstranten getroffen und sich damit den Zorn der Regierung in Damaskus zugezogen. Nach Angaben von syrischen Menschenrechtsaktivisten demonstrierten in der Stadt in den vergangene Tagen hunderttausende Menschen gegen die syrische Führung.

Original, Google Cache, archive.org

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