Für ’nen Dollar um die Welt

Viele US-Amerikaner sind nach wie vor der Meinung: Nur der Schein ist das Wahre. Dollarmünzen setzen sich einfach nicht durch – was die Regierung nicht daran hindert, ihr Prägeprogramm durchzuziehen und weitere Millionen anzufertigen.

Auch eine Art Geldzirkulation

Immerhin kommt man US-Bürgern entgegen, die die Münzen gerne haben möchten: Jeder kann sie sich provisions- und versandkostenfrei in beliebiger Menge ins Haus schicken lassen und per Kreditkarte bezahlen. Das hat einige findige Amerikaner auf einen Plan gebracht. Sie bestellen die Dollarmünzen gleich kistenweise – und bezahlen sie mit Kreditkarten, die dafür Flug-Bonusmeilen gutschreiben. Die Münzen werden dann wieder auf das Konto eingezahlt, und schon geht es in die nächste Runde.

So hat sich Jane Liaw aus San Francisco auf diese Weise bereits mehrere Weltreisen, nun ja, finanziert, berichtet der öffentlich-rechtliche Rundfunk NPR. Die US-Behörden sind darüber weniger glücklich, denn die Münzen landen statt – wie gewünscht – in der Zirkulation wieder dort, wo sie eigentlich herkamen: in den Tresoren der Notenbank, oft sogar noch originalverpackt. Dafür bleiben die Behörden auf den Kreditkarten- und Versandkosten sitzen.

Jetzt wirklich nur noch Kleingeld

Nur: Illegal ist das nicht – und alternative Ideen, die Münzen unter die Leute zu bringen, hat man bisher auch noch nicht. Deshalb wird das Programm auch weiter angeboten. Immerhin hat man einigen Profiteuren die zum Teil mehrere Hunderttausend Münzen bestellt hatten, jetzt ein Limit auferlegt: Sie dürfen nun alle zehn Tage maximal Tausend Dollar umtauschen. Die so generierten Meilen dürften bestenfalls für einen Billigflug in den Nachbarstaat reichen.

Original, Google Cache, archive.org

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