Sondergipfel zur Euro-Krise am Donnerstag

Herman Van Rompuy
EU-Ratspräsident Van Rompuy bat die Finanzminister, bis Donnerstag Beschlüsse auszuarbeiten.

Die Staats- und Regierungschefs der 17 Euro-Länder werden am kommenden Donnerstag in Brüssel bei einem Sondertreffen über die Schuldenkrise beraten. Das teilte der EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter mit. „Unsere Agenda wird die Finanzstabilität im Euro-Raum als Ganzes sowie die zukünftige Finanzierung des griechischen Hilfsprogramms sein“, so der Gipfel-Chef. Er habe die Finanzminister gebeten, bis zu dem Termin Beschlüsse auszuarbeiten.

Zunächst hatte Van Rompuy geplant, die Konferenz bereits für den heutigen Freitag anzusetzen. Damit war er jedoch auf Widerstand vor allem in Deutschland gestoßen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte gefordert, dass erst das neue Griechenland-Programm entscheidungsreif sein müsse.

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Keine Einigung über zweites Rettungspaket

Die Finanzminister des gemeinsamen Währungsgebiets streiten seit Wochen über ein zweites Rettungspaket für Griechenland. Doch bisher gelang keine Einigung – umstritten ist insbesondere die Einbeziehung von Banken und Versicherungen in den neuen Plan. Dieser könnte einen Umfang von bis zu 120 Milliarden Euro haben.

Nach Einschätzung von Diplomaten wächst mit der Einladung Van Rompuys die Hoffnung, dass der Notplan bald kommen könnte.

Original, Google Cache, archive.org

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