Pommerin-Kommission übergibt Abschlussbericht

Die Aufarbeitung der Vorwürfe rund um die „Gorch-Fock“-Affäre ist praktisch abgeschlossen: Eine unabhängige Kommission überreichte Verteidigungsminister Thomas de Maizière Vorschläge, wie die seemännische Ausbildung in der Marine verbessert werden könnte. Die Zukunft des Schulschiffs selbst galt bereits als gesichert. Die „Gorch Fock“ werde auch weiterhin als Ausbildungsschiff der Marine eingesetzt, bestätigte de Maizière nun. Zunächst solle aber der Bericht der sogenannten Pommerin-Kommission weiter ausgewertet werden.

Gorch Fock
Die „Gorch Fock“ bleibt als Schulschiff im Einsatz.

Die Kommission war nach dem Tod einer Kadettin auf der „Gorch Fock“ im November 2010 eingesetzt worden. Nach dem Unglück wurden Vorwürfe laut, wonach es Schikane und sexuelle Belästigungen an Bord des Dreimasters gegeben habe. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die unabhängige Kommission unter Leitung des Historikers Professor Reiner Pommerin eingesetzt, die nun ihre Arbeit beendete. Über konkrete Inhalte des Berichts ist bislang allerdings nichts bekannt.

Ermittlungen eingestellt

Mit dem Tod der Kadettin, die bei einer Übung aus der Takelage gestürzt war, und den Zuständen auf der „Gorch Fock“ hatten sich bereits zwei Marine-Kommissionen und die Staatsanwaltschaft Kiel befasst. Die Staatsanwaltschaft stellte ihr Ermittlungsverfahren vor einem Monat mit der Begründung ein, für eine fahrlässige Tötung der 25-Jährigen lägen nicht genug Anhaltspunkte vor.

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