UNO streicht 14 Taliban von Terrorliste

Der Sanktionsausschuss des UN-Sicherheitsrats hat 14 führende Taliban von einer schwarzen Liste gestrichen. Unter den Personen sind mehrere Mitglieder des von Präsident Hamid Karsai gegründeten Friedensrats für Verhandlungen mit den Aufständischen. Die afghanische Regierung hatte den Ausschuss gebeten, bis zu 50 ehemalige Taliban-Führer von seiner Liste zu streichen. Afghanistan stellte dafür umfangreiche Dokumente zur Verfügung, um zu zeigen, dass die Taliban der Gewalt abgeschworen haben und resozialisiert sind.

Kämpfer der Taliban (Archivbild 2009)
Einige Taliban erklärten sich verhandlungsbereit. Um von der UN-Terrorliste gestrichen zu werden, mussten sie der Gewalt abschwören.

Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig, der dem UN-Sicherheitsrat im Juli vorsteht, sprach von einem „starken Signal“. Der Sicherheitsrat und die internationale Gemeinschaft unterstützten die Bemühungen der afghanischen Regierung, mit „ausgesöhnten Taliban“ in einen politischen Dialog zu treten, um Frieden und Sicherheit in Afghanistan zu erreichen.

Zu den 14 von der Liste genommenen Taliban gehören laut Wittig vier Mitglieder des afghanischen Friedensrats. Bisher wurden 137 Taliban auf der Liste geführt, die Sanktionen wie das Einfrieren von Vermögen und Reiseverbote vorsieht. Auf die Streichungen von der Liste arbeitete die afghanische Regierung als Teil ihrer Versöhnungspolitik hin. Sie will Taliban, die der Gewalt abschwören, die afghanische Verfassung anerkennen und keine Verbindungen zu Terroristen unterhalten, in die Gesellschaft einbinden. Am 17. Juni hatte der UN-Sicherheitsrat in diesem Sinne entschieden, zwei separate Sanktionslisten für Taliban- und Al-Kaida-Mitglieder einzurichten.

Original, Google Cache, archive.org

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