Chavez gibt einige seiner Befugnisse ab

Venezuelas Präsident Hugo Chavez
Venezuelas Präsident Chavez will seine Amtsgeschäfte trotz Krankheit überwiegend selbst weiterführen.

Der an Krebs erkrankte venezolanische Präsident Hugo Chavez hat einen Teil seiner Befugnisse abgegeben. Er delegierte nach eigenen Angaben „einige Entscheidungen und Unterschriften“ an seinen Stellvertreter Elias Jaua und Finanzminister Jorge Giordani. Die beiden erhielten unter anderem das Recht, über Haushaltsfragen und Enteignungen zu entscheiden. Die Forderung der Opposition, die Amtsgeschäfte vorübergehend ganz auf Vizepräsident Jaua zu übertragen, lehnte Chavez jedoch ab. „Ich behalte meine Position als Präsident“, sagte er in einer Fernsehansprache.

Kurz darauf brach Chavez nach Kuba auf, um sich dort einer Chemotherapie zu unterziehen. Vor Antritt des Flugs in der venezolanischen Hauptstadt Caracas sagte er, es sei „nicht Zeit zu sterben. Es ist Zeit zu leben.“ Er werde in einem besseren Zustand zurückkehren. Wie lange Chavez in Kuba bleiben will, ist unklar.

Das Parlament hatte zuvor einstimmig der Reise nach Kuba zugestimmt. Laut Verfassung muss ein Auslandsaufenthalt eines Präsidenten, der mehr als fünf Tage dauert, vom Parlament gebilligt werden. Chavez ist seit 1999 Präsident Venezuelas und will sich Ende 2012 erneut zur Wahl stellen.

Original, Google Cache, archive.org

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