Festnahmen mutmaßlicher Hacker in den USA und Europa

Die US-Justiz geht massiv gegen Hacker vor. Die Bundespolizei FBI nahm nach eigenen Angaben 16 mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe „Anonymous“ fest. Sie sollen mit Cyberangriffen Wikileaks unterstützt haben. Die Enthüllungsplattform hatte mit spektakulären Veröffentlichungen geheimer US-Regierungsdaten weltweit Schlagzeilen gemacht hatte.

Blockierte Internetseite von Mastercard
Vom Hacker-Netzwerk „Anonymous“ lahmgelegt: Internetseite von Mastercard

Den Festgenommenen werde Verschwörung sowie „vorsätzliche Beschädigung geschützter Computer“ vorgeworfen, teilte das FBI mit. Den Angaben zufolge wurden die Verdächtigen in den USA in mehreren Bundesstaaten festgesetzt, unter anderem in New York, Kalifornien, Florida und Nevada. Die Festgenommenen seien zwischen 20 und 42 Jahren alt. Außerdem wurden vier weitere Personen in den Niederlanden und ein Verdächtiger in Großbritannien festgenommen.

Haftbefehle wegen vieler Cyberattacken

Wegen der Cyberattacken auf Unternehmen und Organisationen stellte die Bundespolizei FBI insgesamt 35 Haftbefehle aus. Zuvor hatte das FBI im Zuge der Ermittlungen gegen Anonymous bereits mehrere Häuser im US-Staat New York durchsucht. Bei den Razzien im Bezirk Brooklyn und auf Long Island hätten die Agenten Computer beschlagnahmt, erklärte FBI-Sprecher Jim Margolin.

„Unberechenbar, mächtig und gefährlich“

„Unberechenbar, mächtig und gefährlich“
Im Dezember legten Hacker die Seiten von MasterCard und Visa lahm. Sie protestierten dagegen, dass beide Firmen WikiLeaks boykottierten. Hinter der Aktion steckte das rätselhafte Hacker-Netzwerk „Anonymous“. tagesschau.de hat sich die Gruppe von der Expertin Coleman erklären lassen.

Angriffe auf PayPal, Visa und Mastercard

Im Einzelnen hält das FBI den Verdächtigen vor, im vergangenen Dezember die Bezahlplattform PayPal arttackiert zu haben, nachdem diese sich als Reaktion auf Wikileaks-Enthüllungen geweigert hatte, weiterhin Spenden an Wikileaks weiterzuleiten. Als im vergangenen Dezember die Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard die Spendenabwicklung für Wikileaks einstellten, wurden auch sie Opfer von Hackerangriffen.

Original, Google Cache, archive.org

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