Ergo stellt Strafanzeige gegen frühere Manager

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Die Versicherungsgruppe Ergo stellte Strafanzeige gegen zwei frühere Manager der Hamburg-Mannheimer.

Der Versicherungskonzern Ergo hat wegen der umstrittenen Lustreise von Versicherungsvertretern nach Budapest eine Strafanzeige gegen zwei frühere Manager der Hamburg-Mannheimer gestellt. Dies sagte der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers, im Gespräch mit tagesschau.de und bestätigte damit einen Bericht der „Rheinischen Post“.

Die Anzeige erhebt den Vorwurf der Untreue. Sie richtet sich gegen Ulf Redanz, der damals im Vorstand der Hamburg-Mannheimer für die Vertriebsorganisation HMI verantwortlich war, sowie gegen den früheren HMI-Vertriebsdirektor Kai Lange. Über die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ist die Anzeige in der vorigen Woche bei der Hamburger Staatsanwaltschaft eingegangen. Diese Staatsanwaltschaft ist zuständig, weil der Firmensitz der Hamburg-Mannheimer in der Hansestadt ist.

Förmliches Ermittlungsverfahren wird geführt

Möllers erklärte weiter, dass nun ein förmliches Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft geführt wird: „Ob Anklage erhoben wird, ist noch völlig offen.“

Die Enthüllungen über die Lustreise nach Budapest hatten im Mai für Aufsehen gesorgt. 100 verdiente Mitarbeiter und Vertriebspartner der Hamburg-Mannheimer, die 2010 von der Ergo-Gruppe übernommen wurde, hatten im Jahr 2007 auf Kosten der Versicherung an einer Feier mit Prostituierten in Budapest teilgenommen.

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